Autor: Diane Setterfield
Titel: Die dreizehnte Geschichte
Verlag: Blessing
Preis: Zur Zeit für 2,50 €
Zufällig bin ich über das Buch in einem Tauschportal gestolpert, der Klappentext hörte sich ganz gut an, Buchhändlerin entdeckt Familiengeheimnis, viktorianische Romane, schon hatte ich es ertauscht.
Als ich mich im Frühling diesen Jahres entschloss das Buch zu lesen, trieben mich die gleichen Beweggründe, wie damals als ich es ertauscht habe. Allerdings entwickelte sich das Buch dann doch ganz anders und wurde zu einem der für mich seltsamsten Bücher, die ich seit Patrick Süßkinds "Das Parfum" gelesen habe.
Die eigentliche Geschichte ist die von Margaret Lea, die von Vida Winter, der berühmtesten lebenden englischen Schriftstellerin eingeladen wird deren Biographie zu schreiben, da diese im Sterben liegt. Miss Winter lebt sehr zurück gezogen und hegt ein Geheimnis über ihre Herkunft und ihre Familie. Sie erzählt Margaret Lea ihre "dreizehnte Geschichte". Dabei kommen alle familiären Abgründe heraus, Misshandlungen, Inzest, Mord.
Am Ende werden zwar alle Geheimnisse und Geschichten erzählt, aber sie haben mich verstörter zurück gelassen und mit mehr Fragen, als ich sie zu Beginn der Geschichte hatte. Natürlich ist mir bewusst, dass solche Abgründe auch Teil von leider zu vielen Familiengeschichten sind, nur bin ich nicht der Typ von Leser, der Gefallen daran findet, solche tragischen Geschichten zu lesen. Oft habe ich die Vermutung, dass Autoren ihre Werke künstlich dramatisieren und dann nicht mehr den Punkt zwischen realistisch und sensationell erwischen. Dieses Gefühl hatte ich auch bei diesem Buch.
Gleichzeitig wird die Geschichte von den vielen Querverweisen zu Jane Eyre von Charlotte Bronte getragen. Für mich etwas schwierig, da ich Jane Eyre vor diesem Buch nicht gelesen hatte, auch keine Verfilmung gesehen hatte. Daher konnte ich wenig mit den zitierten Auszügen anfangen und auch die anderen Parallelen entgingen mir dadurch.
So musste ich nach der dreizehnten Geschichte Jane Eyre lesen und erhoffte mir die Beantwortung einiger offener Frage. Meine Eindrücke zu Jane Eyre werde ich im zweiten Teil wiedergeben.
Abschließend kann ich zu dem Werk von Diane Setterfield sagen, dass ich die Lobeshymen, die kurz nach dem Erscheinen des Buches verfasst wurden nicht nachvollziehen kann. Für mich reiht es sich ein in die Liste von Büchern, deren Lektüre ich mir auch hätte sparen können, das einzige Positive: Es hat mich dazu verleitet einen Klassiker zu lesen und mich etwas mehr damit zu beschäftigen, was ich leider viel zu selten mache.
27. August 2017
28. Mai 2017
Umzug und weniger Bücherregale
28. Mai 2017
0
Vor kurzem sind mein Mann und ich in eine neue Wohnung gezogen. Insgesamt war das nun der vierte Umzug mitsamt meinen Büchern für mich. Ein paar meiner Lieblingsmenschen freuen sich jedesmal sehr darüber mir bei einem Umzug zu helfen, da Sie meine Bücher kennen und anfangs war ich nicht besonders rücksichtsvoll im Packen der Kisten. Mittlerweile bin ich aber besser geworden. Dieses Mal gab es keine einzige von mir gepackte Kiste, die ich nicht auch selber hätte tragen können.
Die Ausgangssituation umfasste 4 60er Billy Regale, 1 60er Billy, das nur zur Hälfte mit Büchern befüllt war und 1 80er Billy. Ursprünglich wollten wir - neben anderen Gründen - uns eine neue Wohnung suchen, weil wir mehr nutzbaren Raum brauchten. Das alte Wohnzimmer besaß viel Lauffläche, die aber schwer für irgendwas zu nutzen war, die Küche und das Arbeitszimmer waren sehr klein und wir wollten gerne eine Abstellkammer haben. Man weiß erst wie toll so eine Abstellkammer ist, wenn man keine hat und direkt vom Bett immer auf den Staubsauger schauen muss.
Die neue Wohnung, hat zwei Quadratmeter mehr, eine Abstellkammer, eine größere Küche und ein größeres Arbeitszimmer. Was ich allerdings unterschätzt hatte ist das kleinere Wohnzimmer. Dort standen nämlich in der alten Wohnung fast alle meine Bücherregale. In der neuen passen nun nur noch 2 60er und 1 80er ins Wohnzimmer. Das halbe Regal aus dem Arbeitszimmer kann ich weiterhin benutzen. Aber dieses Platzproblem stellte mich wirklich vor eine Herausforderung.
Ich wollte meine Bücher auch nach Sinn einordnen und nicht nur einfach so nach ihrer Größe.
Im Endeffekt habe ich mich nun auf diese Prämissen geeinigt:
1. Bereits vor dem Umzug habe ich meine Bücher etwas ausgemistet. Das heißt Bücher, die ich gelesen hatte, die ich aber nicht so gut fand, dass sie auf jeden Fall in meine Sammlung aufgenommen werden sollten, die ich aber bisher nicht weitergegeben hatte, da ich genug Platz hatte, wanderten in die Tausch-Kiste.
2. Zunächst sortierte ich die Bücher ein die a) Romane und b) auf jeden Fall in meiner Sammlung bleiben sollten. Fachbücher kamen, wenn sie keine Kataloge sind und wenn sie zu meinem Hausfach gehören erstmal ins Arbeitszimmer. Andere Fachbücher prüfte ich auf ihren Nutzen für mich und so wanderten einige Kochbücher in die Tausch-Kiste.
3. Bücher, die Romane sind, die ich noch nicht gelesen habe, bei denen ich mir aber auch nicht sicher bin, dass sie, weil sie z.B. von einem bestimmten Autor sind, bei mir bleiben werden, nachdem ich sie gelesen habe stehen nun ganz oben auf meinem SuB.
Diese Bücher werde ich nun versuchen zu erst "abzuarbeiten", denn dabei werden sicher ein paar dabei sein, die es nicht endgültig in mein Bücherregal schaffen werden. Somit gewinne ich Platz für Neuerscheinungen von Reihen oder geliebten Autoren.
Nachdem ich diesen Kriterien gefolgt bin habe ich doch tatsächlich alle meine Bücher, die das Ausmisten überstanden hatte, in diese 3 1/2 Regale bekommen. Das verwundert mich immer wieder noch von Zeit zu Zeit. Wobei ich auch einräumen muss, dass nun alle Regale bis auf den fast letzten Platz voll sind.
Einen guten Effekt hat der Umzug aber dann doch: In den Regalen im Wohnzimmer stehen fast nur Bücher, die ich wirklich toll finde, abgesehen von den SuB Büchern.
19. Januar 2017
Augen zu und durch
19. Januar 2017
0
Autor: Donna Douglas
Titel: Die Nightingale Schwestern. Geheimnisse des Herzens
Band: 2
Verlag: Bastei Lübbe
Preis: 9,99 €
Nachdem ich bereits ein großer Fan der BBC Serie Call the Midwife bin, stolperte ich freudig über diese Reihe, die in England große Erfolge feiert. Bei den Nightingale Schwestern geht es um Schwesternschülerinnen Mitte der 1930er Jahre am berühmten Lehrkrankenhaus Nightingale in London.
Hauptsächlich werden dabei die Geschichten von drei Schülerinnen erzählt. Dora Doyle stammt aus der Unterschicht und sie wuchs im Londoner East End auf. Damit bildet sie eine Ausnahme am Nightingale, da die Ausbildung zur Krankenschwester überlicherweise Mädchen aus der gehobenen Mittelschicht vorbehalten war. Anfangs glauben die wenigsten an ihren Erfolg, doch mit Disziplin und harter Arbeit gelingt ihr in Band 1 der Abschluss des ersten Jahres.
Eine ihrer Zimmergenossinen ist Helen Tremayne. Sie ist ein Jahr über Dora und die vorbildliche Schülerin. Dabei dominiert ihre Mutter, die als ehemalige Krankenschwester im Aufsichtsrat des Krankenhauses sitzt, jeden von Helens Schritten. Als Helen im Band 1 Charlie begegnet stellt sie sich zum ersten Mal gegen ihre Mutter. Der Konflikt zwischen den beiden bleibt auch in Band 2 bestehen.
Die dritte im Bunde ist Amelia Benedict, auch Millie genannt. Sie ist eine ähnliche Ausnahme wie Dora, nur dass sie als Tochter eines Grafen am anderen Ende der Gesellschaft steht und es im Grunde nicht nötig hätte Krankenschwester zu werden. Millie möchte aber in ihrem Leben etwas leisten und hat sich deswegen für diesen Beruf entschieden. Ihre Großtante kann diese Entscheidung nicht verstehen, für sie ist es am wichtigsten, dass Millie gut heiratet und einen männlichen Erben auf die Welt bringt, damit der Familienbesitz in Kent nicht an einen entfernten Cousin fällt. So lebensfroh wie Millie ist verwundert es schon fast, dass sie am Ende von Band 1 den Heiratsantrag ihres guten Freundes Sebastian annimmt.
Im zweiten Band geht es, wie der Titel schon verrät, hauptsächlich um Gefühle der handelnden Personen und eher weniger um die Ausbildung zur Krankenschwester. Das fand ich etwas schade, da mir im ersten Band gerade die Mischung zwischen Emotionsroman und historischem Roman über Krankenschwestern im London der 30er Jahre sehr gefallen hat. Hinzu kommt die Geschichte um Violet Tanner, die neue Nachtschwester, die mit den Schwesterschülerinnen eigentlich so gut wie keine Szene gemeinsam hat, außer als sie Millie vor einer Strafe durch eine andere Stationsschwester bewahrt. Ansonsten ist dieser "Nebenschauplatz" sehr präsent in Teil 2. Violet Tanner bringt verschiedene Geheimnisse mit. Als sich diese dann lüften war ich nicht sehr überrascht, man konnte es schon erahnen, um was es sich handeln könnte. Auch die Auflösung verlief eher unspannend ab, da hätte ich mir etwas mehr Spannung und unerwartete Wendungen gewünscht.
Das Gleiche gilt für die Geschichten um Millie und Dora. Alles sehr absehbar und langatmig. Helen taucht kaum auf in Band 2.
Ich hatte das Gefühl es war ein Füllband, den man als Leser hinter sich bringen muss, um mit dem nächsten Band dann wieder mehr in eine spannendere Geschichte einsteigen zu können. Soviel sei verraten, der Anfang von Band 3 birgt bereits auf den ersten 100 Seiten mehr Wendungen und Substanz als der komplette Band 2 es tat.
Titel: Die Nightingale Schwestern. Geheimnisse des Herzens
Band: 2
Verlag: Bastei Lübbe
Preis: 9,99 €
Nachdem ich bereits ein großer Fan der BBC Serie Call the Midwife bin, stolperte ich freudig über diese Reihe, die in England große Erfolge feiert. Bei den Nightingale Schwestern geht es um Schwesternschülerinnen Mitte der 1930er Jahre am berühmten Lehrkrankenhaus Nightingale in London.
Hauptsächlich werden dabei die Geschichten von drei Schülerinnen erzählt. Dora Doyle stammt aus der Unterschicht und sie wuchs im Londoner East End auf. Damit bildet sie eine Ausnahme am Nightingale, da die Ausbildung zur Krankenschwester überlicherweise Mädchen aus der gehobenen Mittelschicht vorbehalten war. Anfangs glauben die wenigsten an ihren Erfolg, doch mit Disziplin und harter Arbeit gelingt ihr in Band 1 der Abschluss des ersten Jahres.
Eine ihrer Zimmergenossinen ist Helen Tremayne. Sie ist ein Jahr über Dora und die vorbildliche Schülerin. Dabei dominiert ihre Mutter, die als ehemalige Krankenschwester im Aufsichtsrat des Krankenhauses sitzt, jeden von Helens Schritten. Als Helen im Band 1 Charlie begegnet stellt sie sich zum ersten Mal gegen ihre Mutter. Der Konflikt zwischen den beiden bleibt auch in Band 2 bestehen.
Die dritte im Bunde ist Amelia Benedict, auch Millie genannt. Sie ist eine ähnliche Ausnahme wie Dora, nur dass sie als Tochter eines Grafen am anderen Ende der Gesellschaft steht und es im Grunde nicht nötig hätte Krankenschwester zu werden. Millie möchte aber in ihrem Leben etwas leisten und hat sich deswegen für diesen Beruf entschieden. Ihre Großtante kann diese Entscheidung nicht verstehen, für sie ist es am wichtigsten, dass Millie gut heiratet und einen männlichen Erben auf die Welt bringt, damit der Familienbesitz in Kent nicht an einen entfernten Cousin fällt. So lebensfroh wie Millie ist verwundert es schon fast, dass sie am Ende von Band 1 den Heiratsantrag ihres guten Freundes Sebastian annimmt.
Im zweiten Band geht es, wie der Titel schon verrät, hauptsächlich um Gefühle der handelnden Personen und eher weniger um die Ausbildung zur Krankenschwester. Das fand ich etwas schade, da mir im ersten Band gerade die Mischung zwischen Emotionsroman und historischem Roman über Krankenschwestern im London der 30er Jahre sehr gefallen hat. Hinzu kommt die Geschichte um Violet Tanner, die neue Nachtschwester, die mit den Schwesterschülerinnen eigentlich so gut wie keine Szene gemeinsam hat, außer als sie Millie vor einer Strafe durch eine andere Stationsschwester bewahrt. Ansonsten ist dieser "Nebenschauplatz" sehr präsent in Teil 2. Violet Tanner bringt verschiedene Geheimnisse mit. Als sich diese dann lüften war ich nicht sehr überrascht, man konnte es schon erahnen, um was es sich handeln könnte. Auch die Auflösung verlief eher unspannend ab, da hätte ich mir etwas mehr Spannung und unerwartete Wendungen gewünscht.
Das Gleiche gilt für die Geschichten um Millie und Dora. Alles sehr absehbar und langatmig. Helen taucht kaum auf in Band 2.
Ich hatte das Gefühl es war ein Füllband, den man als Leser hinter sich bringen muss, um mit dem nächsten Band dann wieder mehr in eine spannendere Geschichte einsteigen zu können. Soviel sei verraten, der Anfang von Band 3 birgt bereits auf den ersten 100 Seiten mehr Wendungen und Substanz als der komplette Band 2 es tat.
29. Juni 2014
Shortcuts
29. Juni 2014
0
Autor: Gisela Tubes
Titel: Süßes von Waldbäumen und Wildsträuchern
Verlag: Quelle & Meyer
Preis: 16,95 €
Als Diplom-Landschaftsökologin kennt sich die Autorin in diesem Fachgebiet sehr gut aus und liefert neben den Rezepten auch Tipps zur Ernte, Fundorten und Lagerung der Walderzeugnisse. Die Rezepte gefallen mir auf Anhieb und ich werde auch welche davon mal ausprobieren.
Autor: Erin Hunter
Titel: Warrior Cats. In die Wildnis
Verlag: Gulliver
Preis: 8,95 €
Den ersten Band der Reihe habe ich in Null Komma Nichts verschlungen. Mittlerweile habe ich mir noch weitere Bände zugelegt und bin total in die Welt der Warrior Cats abgetaucht. Eine leichte Lektüre, die man einfach genießen kann.
Titel: Süßes von Waldbäumen und Wildsträuchern
Verlag: Quelle & Meyer
Preis: 16,95 €
Als Diplom-Landschaftsökologin kennt sich die Autorin in diesem Fachgebiet sehr gut aus und liefert neben den Rezepten auch Tipps zur Ernte, Fundorten und Lagerung der Walderzeugnisse. Die Rezepte gefallen mir auf Anhieb und ich werde auch welche davon mal ausprobieren.
Autor: Erin Hunter
Titel: Warrior Cats. In die Wildnis
Verlag: Gulliver
Preis: 8,95 €
Den ersten Band der Reihe habe ich in Null Komma Nichts verschlungen. Mittlerweile habe ich mir noch weitere Bände zugelegt und bin total in die Welt der Warrior Cats abgetaucht. Eine leichte Lektüre, die man einfach genießen kann.
Autor: Sue Townsend
Titel: Die verschollenen Tagebücher des Adrian Mole
Preis: 8,95 €
Nun habe ich auch den fünften Teil der Adrian-Mole-Tagebücher gelesen und muss sagen, dass ich es als eins der schwächeren empfunden habe. Es ist relativ dünn, aber umfasst fast zwei Jahre und auch die Anspielung, dass eine Frau namens Sue Townsend seine Tagebücher gestohlen hätte fand ich nicht wirklich witzig.
24. April 2014
Wie Vanille-Pudding mit Himbeersirup
24. April 2014
0
Titel: Bei uns zu Haus
Autor: Ilse Gräfin von Bredow
Verlag: Fischer Scherz
Preis: 16,99 €
Die Autorin führt den Leser zurück an den Ort ihrer Kindheit, das elterliche Forstgut in der Mark Brandenburg. Mit ihr zusammen durchlebt man noch einmal Passagen ihrer Kindheit, die vor allem von der Natur und den wechselnden Jahreszeiten bestimmt wurde.
Jeder Charakter wird dabei so warmherzig dem Leser näher gebracht, dass man sich am Ende schon fast als Teil der Familie Bredow fühlen kann. Vor allem hat mich überrascht, dass neben einigen wertvollen Erbstücken, die an Festtagen herausgeholt werden - wie die Familienkelche - man sonst nicht den Eindruck von einer weltfremden aristokratischen Familie bekommt. Es wird genauso eingeweckt, gehauswirtschaftet und gespart, wie es auch in anderen Familien war. Höchstens noch an dem etwas umfangreicheren Viehbestand könnte man den doch fürstlichen Hintergrund erkennen. Unter den Geschwistern geht es genauso zu, seien es die beneideten Fähigkeiten der größeren Geschwister oder auch der Zusammenhalt der ganzen Familie.
Besonders in zwei kleinen Abschnitten fühlte ich mich der Autorin näher als gedacht, obwohl unsere Kindheiten über 60 Jahre auseinander liegen, aber genau wie sie kann ich mich an den wohligen Genuss des warmen Vanillepuddings mit Himbeersirup erinnern oder an das selbe Kinderlied, welches gesungen wurde, wenn man sich verletzt hatte. Mit diesen Ähnlichkeiten hätte ich vor Beginn des Buches gar nicht gerechnet und so wird es doch immer einen Platz in meiner Erinnerung behalten und was will ein Autor schließlich mehr?
Das Buch ist jedem zu empfehlen, der auf der Suche nach einer kurzweiligen Lektüre für die bevorstehenden Sonnentage auf dem Balkon oder der Terrasse ist.
Ich danke dem Scherz Verlag für das Renzensionsexemplar.
Autor: Ilse Gräfin von Bredow
Verlag: Fischer Scherz
Preis: 16,99 €
Die Autorin führt den Leser zurück an den Ort ihrer Kindheit, das elterliche Forstgut in der Mark Brandenburg. Mit ihr zusammen durchlebt man noch einmal Passagen ihrer Kindheit, die vor allem von der Natur und den wechselnden Jahreszeiten bestimmt wurde.
Jeder Charakter wird dabei so warmherzig dem Leser näher gebracht, dass man sich am Ende schon fast als Teil der Familie Bredow fühlen kann. Vor allem hat mich überrascht, dass neben einigen wertvollen Erbstücken, die an Festtagen herausgeholt werden - wie die Familienkelche - man sonst nicht den Eindruck von einer weltfremden aristokratischen Familie bekommt. Es wird genauso eingeweckt, gehauswirtschaftet und gespart, wie es auch in anderen Familien war. Höchstens noch an dem etwas umfangreicheren Viehbestand könnte man den doch fürstlichen Hintergrund erkennen. Unter den Geschwistern geht es genauso zu, seien es die beneideten Fähigkeiten der größeren Geschwister oder auch der Zusammenhalt der ganzen Familie.
Besonders in zwei kleinen Abschnitten fühlte ich mich der Autorin näher als gedacht, obwohl unsere Kindheiten über 60 Jahre auseinander liegen, aber genau wie sie kann ich mich an den wohligen Genuss des warmen Vanillepuddings mit Himbeersirup erinnern oder an das selbe Kinderlied, welches gesungen wurde, wenn man sich verletzt hatte. Mit diesen Ähnlichkeiten hätte ich vor Beginn des Buches gar nicht gerechnet und so wird es doch immer einen Platz in meiner Erinnerung behalten und was will ein Autor schließlich mehr?
Das Buch ist jedem zu empfehlen, der auf der Suche nach einer kurzweiligen Lektüre für die bevorstehenden Sonnentage auf dem Balkon oder der Terrasse ist.
Ich danke dem Scherz Verlag für das Renzensionsexemplar.
Abonnieren
Posts (Atom)





